Mein Senf zu: Die Marveller (Band 1)

Sei gegrüßt.

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich auf dieses Buch aufmerksam wurde. Bin einfach mal wieder irgendwo, irgendwie darüber gestolpert und musste es direkt haben. Jaaa… meine Impulskontrolle funktioniert bei Büchern oft eher schlecht als recht… Aber es sieht auch einfach schon richtig cool aus, oder nicht?
Die Handlung klang auch spannend. Außerdem brauchte ich auch mal wieder ein neues Kinderbuch, dass ich im Laden empfehlen kann.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wie du siehst sind mir genug Ausreden eingefallen, dass Buch einfach wieder direkt zu kaufen und ich kann es heute vorstellen.

Allgemeine Infos

InhaltsangabeEckdatenAutor*in
Cover des Buches "Die Marveller - Magie aus Licht und Dunkelheit: Das gefährliche erste Jahr"Ella Durand hat es geschafft: Als erste Fabuliererin erhält sie einen Platz am Arkanum, dem magischen Marveller-Internat über den Wolken. Doch sie merkt schnell, wie schwer es ist, gegen die alten Vorurteile anzukommen, die die Marveller ihrem Volk gegenüber haben.

Als Ellas Lieblingsmeister auf mysteriöse Weise verschwindet und die Fabulierer in Verdacht geraten, muss Ella eine schwere Entscheidung treffen. Zusammen mit ihren neuen Freunden Jason und Brigit macht sie sich auf eine gefährliche Suche zwischen Licht und Dunkelheit. Um die Unschuld ihrer Familie zu beweisen und ihren Mentor zu retten – bevor es zu spät ist …

– Klappentext
Titel  Die Marveller – Magie aus Licht und Dunkelheit: Das gefährliche erste Jahr
Autor*in  Dhonielle Clayton
Übersetzer*in  Doris Attwood
Verlag  cbj
ISBN  978-3-570-17966-6
Seiten  480
Erscheinungsdatum  26. April 2022
Preis  16,- €
Meine Altersempfehlung  ab 10 Jahren

Stand: 06.11.2022, 18:45 Uhr

Dhonielle Clayton ist die New York Times-Bestsellerautorin der Belles-Serie und Co-Autorin der Dilogie Tiny Pretty Things, die auf Netflix verfilmt wurde. Sie stammt aus einem Vorort von Washington, D.C. und ist die COO der Nonprofit-Organisation We Need Diverse Books und Co-Gründerin der CAKE Literary-Agentur.

Verlagsinfos online (Stand: 06.11.2022, 18:54 Uhr)

Mein Senf

Dieses Buch ist das perfekte Beispiel dafür, warum Eltern, die sagen „Mein Kind soll mal was mit Problemen der richtigen Welt und nicht immer diesen Fantasy-Kram lesen“ ziemlich ignorant sind. Ich war ja immer schon der Meinung, dass Fantasy, ein oft unterschätztes Genre ist. „Die Marveller“ beweist mir mal wieder, was ich an dem Genre (unter anderem) so liebe.
„Wie jetzt Fantasy? Passt doch gar nicht zu deinen Themen, oder?“ Wenn du dir das gerade denkst, unterschätzt du dieses Genre auch maßlos. Ich kläre dich mal auf: Fantasy hat die Möglichkeit unserer Welt, unserer Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten ohne irgendwem auf die Füße zu treten oder ohne Detailgenauigkeit zu erfordern.

In „Die Marveller“ sieht das ganze folgendermaßen aus: Das Arkanum ist immer offener und diverser geworden. Dort lernen Kinder aus aller Welt von Lehrkräften aus aller Welt. Rassismus gibt es trotzdem noch. Die Fabulierer, die werden ausgegrenzt und beschimpft. Das hat hier nichts mit der Hautfarbe zu tun, sondern ist etwas kulturelles, auch das wird klar beim Lesen des Buches – und das wird auch jedem Kind klar. Ich mag es sehr, dass Dhonielle Clayton kindgerecht Rassismus und Ausgrenzung aufgrund von Kultur (Vgl. z.B. Islamophobie) thematisiert und trotzdem einfach eine tolle Geschichte erzählt. Denn diese Aspekte sind zwar durchaus Thema, aber sie bilden nicht die einzige Grundlage für die Handlung.

Nein, da gibt es ganz viel Magie und auch böse Gegenspieler tauchen auf. Wer magische Schulgeschichten mag, dem wird auch „Die Marveller“ gefallen, da bin ich sicher. Klar, es gibt vielleicht ein paar Dinge, die an DAS Buch dieses Gebiets erinnern. Statt vier Häusern, gibt es hier z.B. fünf verschiedene Paragone, denen Schüler*innen (und Lehrer*innen) zugehörig sind. Aber allzu ähnlich wird es nicht, versprochen! Schon allein die Diversität ist bei „Die Marveller“ echt und v.a. sehr groß – und das macht unglaublich viel Spaß! Denn die Vielfalt ist nicht nur auf die Nationalitäten und Kulturen bezogen, sondern auch auf die Magie.

Genauso müssen Bücher sein, besonders Kinderbücher! Sie müssen Spaß machen, die Phantasie anregen, magisch sein. Aber gleichzeitig lernt man – quasi durch die Hintertür und ganz unaufdringlich – etwas, entwickelt z.B. Verständnis und Empathie. Denn die Situation von Ella auf reale Situationen in unserer Welt und unserem Alltag zu übertragen, dass ist auch für Kinder nicht zu schwierig.
Ich für meinen Teil möchte unbedingt mehr über die Fabulierer erfahren, mir gefiel ihre Kultur und ihre Magie. Aber auch wie es mit Ella und ihren Freunden am Arkanum weitergeht würde mich wirklich interessieren.

Deine
Marina
(DarkFairy)

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