Gewürze in meiner veganen Küche – Meine Top 5

Sei gegrüßt.

Seit ich vegan lebe, hat sich mein Verhältnis zu Gewürzen verändert. Habe ich früher eigentlich nur mit Salz und Pfeffer – und ab und zu vielleicht mal mit der Kräuter der Provence Mischung – gewürzt, habe ich im Laufe der Zeit viele neue Gewürze kennen und z.T. wirklich lieben gelernt.
Fleisch ist, anders als viele Gemüsesorten, von sich aus recht geschmacksintensiv, einfach weil Fett nun mal ein Geschmacksträger ist. Wenn Gemüse dann plötzlich nicht mehr nur Beilage ist, sondern die Hauptrolle übernehmen soll, schadet es nicht, mit den richtigen Beigaben einen kleinen Kick zu erzeugen.
Davon mal abgesehen: Tofu ist geil, aber ungewürzt schmeckt er halt einfach nach gar nix. Naja, vielleicht ganz zart nach Tofu eben, was aber auch nicht viel besser ist, als nach nix zu schmecken.

Heute möchte ich dir daher meine persönliche Top 5 an Gewürzen vorstellen, die ich mittlerweile eigentlich immer im Haus habe und bei den verschiedensten Gerichten gerne einsetze.

Bilderrahmen mit fünf Linien von Gewürzen darin (v.o. n.u.: Geräucherter Paprika, Flüssiger Rauch, Kreuzkümmel, Kala Namak, Hefeflocken)Geräucherter Paprika

Was habe ich früher nur bitte ohne dieses Gewürz gemacht? Alleine schon der Duft lässt mir das Wasser im Mund zusammenlaufen. Ich muss dazu sagen, dass ich auch riesiger Barbecue-Soßen-Fan bin.
Geräucherter Paprika geht eigentlich fast immer, aber ich liebe ihn besonders in allem auf Tomatenbasis. Oder um Gemüsepfannen mit Paprika zu würzen, aber gleichzeitig so einen rauchigen Geschmack rein zu bringen.
Er ist im gut sortierten Supermarkt oder an Gewürzständen auf dem Markt zu bekommen.

Flüssiger Rauch

Noch rauchiger wird es mit flüssigem Rauch. Ich habe lange danach gesucht, letztlich hat mein Mann mir ein Fläschchen zu Weihnachten geschenkt (ich glaube, er hat es online bestellt). Das Zeug ist einfach der Wahnsinn! Wenige Tropfen und alles schmeckt wie frisch aus dem Smoker. Einfach nur geil.
Flüssiger Rauch ist aufgrund der Tatsache, dass er flüssig ist, sehr gut für Soßen geeignet. Oder für eine Masse in die er eingearbeitet werden kann – wie z.B. für Burger-Pattys. Er ist nochmal deutlich rauchiger als Geräucherter Paprika, dabei aber auch irgendwie… süßer?
Leider ist flüssiger Rauch nicht so leicht zu bekommen, aber wofür haben wir denn das Mighty Internet, wenn nicht um fancy Shit zu finden…

Kreuzkümmel (Cumin)

Kreuzkümmel dürfte das am wenigsten ausgefallene Gewürz in meiner heutigen Aufzählung sein. Trotzdem habe ich es tatsächlich erst kennengelernt, als ich mal ein Curry komplett selbst machen wollte (also ohne Curry-Paste). Er ist zwar entfernt verwandt mit Kümmel – welcher wirklich einfach nur widerlich ist – unterscheidet sich aber geschmacklich stark davon.
Kreuzkümmel passt hervorragend zu Speisen, die den Küchen des Nahen Ostens, Indiens, Südamerika und auch z.T. dem Mittelmeerraum entspringen. Aber auch einfach für Gemüsepfannen verwende ich ihn gerne. Ich mag seinen würzigen Geruch super gerne.
Kreuzkümmel ist in nahezu jedem Supermarkt zu finden.

Kala Namak

Kommen wir nun zu einem Gewürz, das wirklich cool ist, aber ganz definitiv nicht lecker riecht. Bei Kala Namak handelt es sich um ein Schwefel haltiges Salz, was ein wenig nach faulen Eiern riecht. Mein Chef nennt es auch liebevoll „Pups-Salz“… Das Ding ist aber: Es riecht nicht nur nach Ei, es schmeckt auch danach – zum Glück aber nicht nach faulen Eiern. Somit lässt sich ein Ei-Geschmack in veganen Gerichten simulieren.
Wir nutzen es zum Beispiel sehr gerne in Kartoffelsalat, Kartoffelpfannen, für Reis mit „Ei“ oder für Rührtofu (sowas wie veganes Rührei).
Kala Namak findest du am ehesten in asiatischen Lebensmittelgeschäften, da es aus Indien bzw. Pakistan stammt.

Hefeflocken

Auch das letzte Würzmittel für heute riecht – zumindest für mich – nicht sonderlich gut. Hefeflocken sind außerhalb der Bio-Vollwert-Küche glaube ich gar nicht so weit verbreitet. Gefühlt werden sie bekannter, aber vielleicht meine ich das auch nur, weil ich sie jetzt selber eben auch kenne und nutze…
Wie der Name schon unschwer erkennen lässt, handelt es sich hier um Flocken aus Hefe. Ihr Geschmack lässt sich am ehesten als würzig-käsig beschreiben. Sie passen daher hervorragend zu Nudelgerichten bzw. -soßen oder in alles, was eben von ein bisschen Käse (wie etwa Parmesan) geschmacklich profitieren würde. Man kann Sie auch einfach über ein fertiges Nudelgericht wie etwa vegane Spaghetti Bolognese streuen, um eben den Käse zu ersetzen.
In großen Supermärkten sind Hefeflocken mittlerweile, glaube ich, zu finden, aber spätestens im Biomarkt oder Reformhaus bekommst du welche.

Was ist dein Must-Have-Gewürz? Was sollte ich vielleicht unbedingt mal ausprobieren?
Falls du fragen zu den vorgestellten Gewürzen hast, werde ich die gerne nach bestem Wissen und Gewissen beantworten, lass einfach einen Kommentar da.

Deine
Marina
(DarkFairy)

______
Hat dir mein Beitrag gefallen?
Ich würde mich freuen, wenn du ihn teilst:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.