Montagsfrage: Anspruchsvoll = Schwer lesbar?

Sei gegrüßt.

Vorgestern waren wir nochmal in der alten Wohnung, die Reste abholen und alles soweit für die Übergabe fertig machen. Allerdings steht da leider ein Baugerüst vor unserer Kellertür, sodass wir nicht an die Sachen darin herankommen, bis das Gerüst wieder weg ist. Das ist in erster Linie einfach nur furchtbar lästig, da wir dieses Kapitel gerne abschließen würden.
Aber kommen wir zu heute: Antonia ist wieder gesund und versorgt uns mit einer neuen Montagsfrage. Ich muss heute erst um 11 zur Arbeit und kann mich daher gleich auf die Frage stürzen.

Logo Montagsfrage von Lauter & LeiseHeute fragt Antonia von Lauter & Leise folgendes:

Muss ein anspruchsvolles Buch schwer zu lesen sein?

Mitnichten. Ein anspruchsvolles Buch ist in meinen Augen ein solches, das zum Denken anregt. Ein Buch, das Fragen aufwirft oder gesellschaftliche Strukturen hinterfragt. Ein Buch, das etwas mit einem macht – also außer gut zu unterhalten. Das heißt aber nicht automatisch, das es schwierig zu lesen sein muss.

Natürlich – und das muss ich hier zugeben – kann ein Buch auch einfach sprachlich anspruchsvoll sein. Dann ist es vermutlich schwerer zu lesen, aber auch das hängt ja immer von dem/der Leser:in ab. Für den/die eine:n ist ein Test leicht verständlich, für den/die andere:n nicht. Das sagt nichts über Klugheit oder Intelligenz aus, höchstens darüber, wo persönliche Stärken liegen.

Und manchmal trifft einfach beides zu: Anspruchsvoll zu lesen und anspruchsvoller Inhalt. Es kommt immer sehr aufs Buch an. Eine Regel lässt sich da sicher nicht finden – von muss lässt sich also nur schwerlich sprechen. Kann, ja, aber nicht muss.

Deine
Marina
(DarkFairy)

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