Mein Senf zu: Usagi Drop (Live Action)

Sei gegrüßt.

Kennst du das? Du hörst von einem Film oder entdeckst die DVD/BR in einem Laden und willst den Film unbedingt sehen? Das ging mir bei Usagi Drop so. Da die Blu Ray aber recht teuer ist, habe ich sie mir lange nicht gekauft. Irgendwann entdeckte ich sie dann gebraucht und musste zuschlagen.
Als ich mir den Film dann angesehen habe, war er noch viel schöner als erwartet. Er gefiel mir so gut, dass ich ihn drei Mal an einem Wochenende geschaut habe. Langsam wird es Zeit, dass ich dir diesen großartigen Film einmal vorstelle…

Allgemeine Infos

HandlungDatenBesetzung
Der 27-jährige Single Daikichi erfährt auf der Beerdigung seines Großvaters, dass dieser eine kleine Tochter aus einer Beziehung mit einer jüngeren Liebhaberin hinterlassen hat. Das kleine Mädchen wird vom Rest der Familie verstoßen, und so entscheidet Daikichi, die 6-jährige bei sich aufzunehmen. Das Leben des Fulltime-Jobbers wird von nun an gründlich auf den Kopf gestellt…
Originaltitel  うさぎドロップ (Umschrift: Usagi Doroppu) – The Movie
Produktionsland  Japan
Erscheinungsjahr  2011
Spieldauer  ca. 114 Minuten
FSK  6 Jahren
Regie  Sabu
Drehbuch  Sabu, Tamio Hayashi
Genre  Josei
Figur SchauspielerIn SynchronsprecherIn
Daikichi Kawachi  Kenichi MATSUYAMA  Patrick Roche
Rin Kaga  Mana ASHIDA  Gretchen Zilm
Kouki Nitani  Ruiki SATO  Karl Zilm
Yukari Nitani  Karina  Katrin Heß
Kazumi Kawachi  Mirei KIRITANI  Jana Schölermann
Yuki Gotou  Chizuru IKEWAKI  Corinna Dorenkamp

Es gibt noch weitere Rollen.

Trailer

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Mein Senf

Oh. Mein. Gott. Wie niedlich kann ein Film bitte sein?
Dieser hier ist auf einer Stufe mit knuddeligen Baby-Hasen! [1]

Japanische Fime sind – zumindest nach meiner bisherigen Erfahrung – entweder total abgefahren und/oder schräg oder aber so unfassbar unaufgeregt und ruhig, dass ich geneigt bin zu sagen „Da passiert überhaupt nichts“, obwohl das natürlich nicht stimmt.
Usagi Drop gehört eher zur letzteren Sorte, wobei es doch auch ein bisschen dabei heraussticht. Der Alltag mit einem kleinen Kind kann aber nun mal ganz schön turbulent sein, daher passt das hier schon sehr gut.

Dreh- und Angelpunkt sind in diesem Film die beiden Hauptfiguren Daikichi und Rin und ihre Beziehung zueinander. Ich liebe Daikichi und seine fürsorgliche Art sehr.
Sowieso ist es Schwachsinn, dass Männer immer hart sein müssen. Insofern bin ich auch sehr begeistert davon, wie dieses Klischee in diesem Film aufgebrochen wird – ich gebe nur das Stichwort Firma, weil ich ja nicht zu viel verraten will, aber wer den Film anschaut wird wissen, was ich meine.
Rin dagegen ist ein typisches süßes, kleines Mädchen. Sie erobert die Herzen der Menschen, mit denen sie zu tun hat, im Sturm. Sie ist liebenswert, offen und einfach mega putzig. Trotzdem werden die Sorgen und Nöte, die auch kleine Kinder – hier neben Rin auch durch ihren Freund Kouki vertreten – haben können ganz wunderbar in den Film eingearbeitet.

Mir gefällt die Art und Weise, wie das Vergehen der Zeit ganz unaufdringlich anhand von Daikichis Wohnung dargestellt wird. Alles ist ruhig und gleichmäßig, keine aufdringlichen Zeitsprünge, aber man sieht doch, dass der Film über eine ganze Weile spielt.

Ich habe mir den Film sowohl mit deutschen Untertiteln als auch in der deutschen Synchro-Fassung angeschaut. Es gibt da hin und wieder ein paar Unterschiede und ich vermute, dass der Untertitel näher am Original ist, da man dabei nicht auf die Übereinstimmung mit der Mundbewegung achten muss. Ganz sicher sagen kann ich es aber natürlich nicht, dafür ist mein Japanisch (leider!!!) nicht gut genug.
Die deutsche Synchro-Fassung halte ich aber durchaus für gut. Mir ist nur an einer Stelle ein Fehler aufgefallen (Hose-Rock-Problematik). Das ist zwar blöd, kann aber passieren. Die Stimmen sind passend.
Trotzdem bin ich ein Fan davon japanische Filme im Original mit Untertitel zu schauen, aber ich liebe auch einfach den Klang der japanischen Sprache.

Wie nah die Filmumsetzung am Anime ist kann ich nicht sagen, ich habe den Anime nie gesehen, aber die Einsortierung ins Genre Josei ist zweifelsfrei korrekt. Von wegen Anime sind nur für Kinder. Dieser Film hier, der ja auf dem Anime basiert ist das beste Beispiel: Es gibt für jede Altersgruppe und jedes Interessengebiet was Passendes.
Ich habe geplant den Film bald mal mit meiner Mutter zu schauen, da ich glaube, dass er ihr gefallen könnte und ich gerne meine Liebe zu japanischen Filmen teilen möchte.

In diesem Sinne: Ich hoffe, ich konnte dich neugierig auf den Film machen. Falls ja, oder falls du ihn schon kennst, lass mir gerne einen Kommentar da. Für neue Tipps bezüglich japanischer Filme bin ich auch immer dankbar. Aber bitte kein Horror ^^‘

Deine
Marina
(DarkFairy)

Ausblick Nächste Woche stelle ich dir ein Buch vor. Allerdings anders, als in einer klassischen Rezension.

[1] Usagi (jap.) bedeutet übersetzt Hase.

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