Dezember naht – Zeit für Adventskalender

Sei gegrüßt.

Hach ja, jetzt ist schon bald wieder Dezember. Das Jahr ist nicht mehr lang und bald zählen wir wieder die Tage bis Weihnachten, sprich: In vielen deutschen und christlichen Haushalten tauchen Adventskalender auf. Ja, der Adventskalender kommt aus dem christlichen Brauchtum, aber ich denke, dass noch lange nicht alle Haushalte, die ihn aufhängen, christlich sind. Gleiches gilt bestimmt auch für Weihnachten…
Heute soll es jetzt aber um Adventskalender gehen, darum, ob diese verbannt werden müssen, wenn man nachhaltig leben möchte und darum, ob es generell Adventskalender passend zu meinen Themen gibt (die ich ja durchaus für wichtige Themen halte ^^‘).

Good news first

Auf Adventskalender muss man definitiv nicht verzichten, wenn man nachhaltig leben möchte. Genau genommen nicht mal, wenn man Zero Waste leben möchte. Man darf halt nur nicht einfach den billigen Schoko-Adventskalender im Discounter kaufen, der neben viel Plastik eh nur Schokolade enthält, die absolut nicht schmeckt…

Für mehr Nachhaltigkeit bei der Türchenwahl, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  1. Wiederverwendbare Adventskalender
  2. Selber basteln und Füllen
  3. Weniger ist mehr

Was genau ich mit den drei Punkten meine, ist mal mehr, mal weniger klar, aber keine Angst, ich gehe da jetzt noch genauer drauf ein.

AdventskalenderAlle Jahre wieder – Wiederverwendbare Adventskalender

Mal ehrlich: Was spricht dagegen einen Adventskalender zu kaufen, den man einfach im nächsten Jahr wieder benutzt?

Ich habe mir dieses Jahr z.B. einen Adventskalender gegönnt, der da heißt „24 einmalige Frauen“ (Coppenrath Verlag, ISBN 978-3-649-64308-1).
Das Ganze ist ein Aufsteller mit Spiralbindung. Jeden Tag wird eine besondere Frau – z.B. Künstlerinnen, Schauspielerinnen oder Pionierinnen – vorgestellt. Ein kurzer Text mit zwei, drei Bildern vorne, hinten dann ein kleiner Steckbrief. Ist also thematisch voll mein Ding. Ich freu mich schon sehr darauf, bis Weihnachten einige beeindruckende Frauen (besser) kennenzulernen.
Und nächstes Jahr werde ich den Kalender einfach wieder aufstellen. Ich werde mir sicher nicht alles merken können und vielleicht liegt mein Fokus im nächsten Jahr dann ja auch wieder auf anderen Frauen. Die Thematik ist sicher zeitlos und das Design künstlerisch, modern. Also definitiv lange Jahre nutzbar – oder weiter verschenkbar, wenn ich dann wirklich irgendwann alles auswendig kenne.

Natürlich kann man aber auch einen Kalender kaufen mit Säckchen oder kleinen Kästchen, die robust sind und nicht nach einmal öffnen entsorgwerden müssen. Diese Kalender kann man dann einfach selbst befüllen…

… oder man bastelt einen Kalender und befüllt diesen.

Im Internet – oder auch Analog in Büchern oder Magazinen – gibt es unzählige Bastelideen für Adventskalender. Hier nur zwei Beispiele, die ich entdeckt habe und die mir gut gefielen (Stand: 15.11.2022; 21:15 Uhr):

Die Materialien lassen sich mit der Zeit sammeln und somit Upcyclen. Früher als meine Schwester und ich noch Kinder waren, hat meine Mama leere Klorollen, Streichholzschachteln, Filmdosen (ja, als ich Kind war fotografierte man noch mit Film…) und ähnliches immer gesammelt, damit wir was zum Basteln haben, wenn wir es brauchen. Eigentlich eine coole Idee.

Aber auch fast komplett in Zero Waste, plastikfrei und vegan, lässt sich ein Adventskalender umsetzen. Bei Shia gibt es mehr Infos dazu: ZERO WASTE ADVENTSKALENDER (Stand: 15.11.2022; 21:19 Uhr).

Und sonst so?

Es kann natürlich sein, dass du gar nicht gerne bastelst. Oder eben selbst einen Adventskalender haben magst, aber niemand einen für dich befüllt. Da kannst du dich natürlich vor käuflich erwerblichen Varianten kaum retten, wenn du es drauf anlegst. Wie oben bereits erwähnt, sind dann in punkto Nachhaltigkeit sicher wiederverwendbare Kalender das Go To. Wenn du aber Abwechslung von Jahr zu Jahr möchtest, mach dich einfach mal schlau was es noch so gibt.

Letztes Jahr habe ich mir z.B. den Mindful Adventskalender von Vegan Box gekauft. Hier die diesjährige Version: *klick* (Stand: 15.11.2022; 21:27 Uhr)
Der Hersteller wirbt mit Nachhaltigkeit wie folgt:

Nachhaltig und regional produziert
Der Mindful Kalender und das Journal wurden in Deutschland nachhaltig, plastikfrei und unter fairen Bedingungen produziert. Die verwendeten Farben für den Druck sind auf Wasserbasis. Das Journal ist aus Graspapier und der Stift sind aus Samenpapier, beides ist zu 100% ökologisch abbaubar.

– https://shop.vegan-box.de/achtsamkeit-adventskalender-2022 (Stand: 15.11.2022; 21:27 Uhr)

Ich mag den Kalender von der Gestaltung immer noch super gerne, aber ich musste letztes Jahr feststellen, dass er so gar nichts für mich ist. Es geht um Achtsamkeit, aber die Adventszeit ist für mich so stressig, dass ich es letztes Jahr oft tagelang nicht geschafft habe ein Türchen zu öffnen. Paradox, ich weiß.

Eine weitere andere Idee habe ich zufällig auf Pinterest entdeckt: Wie wäre ein Kalender mit etwas praktischen, dass man sowieso braucht? Socken zum Beispiel: Schnell und praktisch: DIY Adventskalender mit Socken (Stand: 15.11.2022; 22:23 Uhr)

Weniger ist mehr

Das weniger mehr ist, wenn es um Nachhaltigkeit geht, ist sicher nicht neu. „Weniger Adventskalender, aber trotzdem einen haben? Wie soll denn das gehen?“, fragst du dich jetzt vielleicht. Klar, ein Adventskalender hat 24 Türchen. Man kann so einen Kalender aber auch Teilen. Mein Mann und ich teilen uns seit ein paar Jahren immer einen Adventskalender, den wir uns gegenseitig befüllen. Einer von uns füllt die geraden, einer die ungeraden Zahlen. Der jeweils andere darf dann öffnen.
Ich könnte mir vorstellen, dass man auch mit Kindern vielleicht einen Kalender für zwei Kinder machen könnte, zumindest wenn man mit den Kindern darüber spricht oder es einfach von vorneherein so macht…

Es muss also niemand auf Adventskalender verzichten, wenn er nicht will. Es gibt genügend Möglichkeiten die Vorfreude nachhaltiger zu gestalten.
War für dich vielleicht eine tolle neue Idee dabei? Dann mal los! In zwei Wochen öffnen wir das erste Türchen.

Deine
Marina
(DarkFairy)

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5 Comments

  1. Ping von Aleshanee:

    Schönen guten Morgen!

    Eine tolle Idee, auch beim Adventskalender etwas mehr auf Nachhaltigkeit zu achten. Als meine Kinder noch klein waren hab ich öfter Adventskalender selber gebastelt. Aber mittlerweile sind sie halt schon groß und ich selber mag tatsächlich am liebsten die „alten“ Adventskalender mit Bildern drin :D

    Ich hab deinen Beitrag heute gerne in meiner Stöberrunde verlinkt!

    Liebste Grüße, Aleshanee

    • Ping von therealdarkfairy:

      Sei gegrüßt Aleshanee!

      Vielen DAnk für deinen Kommentar und fürs verlinken!
      Da stöber ich doch gleich mal eine Rund bei dir ;-)

      Deine
      Marina

  2. Ping von Wordworld:

    Hey Marina,

    ich bin gerade durch die Stöberunde von Aleshanee bei dir gelandet und finde die Idee total toll, die nachhaltige Adventskalender Ideen vorzustellen. Ich hatte in den letzten Jahren keinen Adventskalender mehr, überlege mir aber noch, mir dieses Jahr doch einen zu besorgen und lasse mich hier mal inspirieren

    Liebe Grüße
    Sophia

    • Ping von therealdarkfairy:

      Sei gegrüßt Sophia!

      Schön, dass du deinen Weg hierher gefunden hast!
      Ich hoffe, ich konnte dich ein bisschen inspirieren und bei dir gibt es doch noch Türchen ;-)
      Ich finde für Adventskalender wird man einfach nie zu alt ^^‘ Man überlegt halt nur irgendwann unter anderen Gesichtspunkten, was man machen kann/soll/mag…

      Deine
      Marina

  3. Ping von DarkFairy’s Gedanken 53 – Es weihnachtet sehr » Mein Senf für die Welt:

    […] Beitrag: Dezember naht – Zeit für Adventskalender […]

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