Mein Senf zu: Bloom
Sei gegrüßt.
Ich treibe mich auffällig oft – viel zu oft, wenn mensch meinen Geldbeutel fragt – auf der Homepage des Festa Verlags herum. Der Verlag ist spezialisiert auf Horror und Thriller aus dem angloamerikanischen Raum. Seit ich gerne Horror lese, habe ich den Verlag wirklich sehr zu schätzen gelernt. Ich habe schon viele tolle Bücher dort entdeckt. Ich lasse mich von Klappentexten und Covern gefangen nehmen und schon habe ich wieder was bestellt…
Diesmal war es der letzte Satz im Klappentext: Cottagecore und Horror? Das will ich lesen. Klingt perfekt für die Spooky Season…
Allgemeine Infos
Auf einem Bauernmarkt verliebt sich Rosemary Hals über Kopf in die umwerfend schöne Ash. An ihrem Stand verkauft sie duftende Seifen und Kerzen, die sie alle aus natürlichen Zutaten herstellt. Und obwohl Rosemary sich bisher nie zu Frauen hingezogen fühlte, weckt Ash eine Neugier in ihr, die sich schnell zu einer Obsession entwickelt.
Woche um Woche kommen die beiden sich näher – bis eine Tür aufgestoßen wird, die besser verschlossen geblieben wäre.
In Bloom trifft Cottagecore auf brutalen Horror – köstlich düster.
| Titel | Bloom |
| Untertitel | – |
| Originaltitel | Bloom |
| Autor*in | Dawson, Delilah S. |
| Illustrationen von | – |
| Übersetzung | Claudia Rapp |
| Verlag | Festa |
| ISBN | 978-3-98676-287-2 |
| Seiten | 256 |
| Erscheinungsdatum | 02.06.2026 |
| Preis | 16,99 € |
Sie hat früher mal in einer Geisterbahn gearbeitet – als Leiche.
Heute lebt sie mit ihrer Familie im Norden von Atlanta.
Mein Senf
„Bloom“ darf sich wohl uneingeschränkt als ungewöhnlich bezeichnen.
Cottage Core ist hier tatsächlich nicht zu viel versprochen. Ein beschaulicher Bauernmarkt, Wandern in einsamen Wäldern, eine Farm und sehr viel gutes, selbstgemachtes Essen.
Der brutale Horror ließ allerdings auf sich warten. Aber von vorne…
Etwas mehr als 4/5 des Buches kommt ohne den brutalen Horror aus. Ganz im Gegensatz: Der Horror besteht zunächst aus Andeutungen und Weglassen von Informationen und dem Wissen, dass mensch einen Horror-Roman liest.
Mein Kopf hat die wildesten Szenarien entworfen. Ich war permanent in angespannter Erwartung, wann endlich all das passiert, was ich mir da ausgemalt habe.
Tatsächlich habe ich bei sehr Vielem richtig gelegen, trotzdem konnte ich das Ende nicht völlig vorhersehen.
Mir gefiel sehr, dass es hier mal nicht um einen Mann geht, der schreckliche Dinge tut. In gewisser Weise ist der Roman vielleicht sogar ein wenig feministisch. Queer ist er auf alle Fälle.
Die Beziehung zwischen Ro und Ash fand ich spannend. Ro verliebt sich zum ersten Mal in eine andere Frau. Diese ganz neue Erfahrung wird nachvollziehbar und meiner Meinung nach realistisch beschrieben.
Dass Ro absolut naiv und blauäugig in die Beziehung geht, steht auf einem anderen Blatt – aber Liebe macht ja bekanntlich blind. Auch das kommt gut rüber: Der Umstand, was mensch so alles hinnimmt oder übersieht – ob bewusst oder unbewusst – wenn er die andere Person sehr gerne mag.
„Bloom“ hält eindeutig was im Klappentext versprochen wird: „In Bloom trifft Cottagecore auf brutalen Horror – köstlich düster.“ Es ist das perfekte Buch für die Spooky Season, da es den cosy Herbst-Teil mit dem unheimlichen Horror-Teil verknüpft und beides bietet. Es ist zudem weiblich, queer und definitiv nichts für schwache Nerven.
Deine
Marina
(DarkFairy)

