Mein Senf zu: Der Metalhead von nebenan
Sei gegrüßt.
Dieser Manga steht bereits seit April 2022 auf meiner Wunschliste – länger als er überhaupt erschienen ist. Ich habe ihn damals in einer Verlagsvorschau entdeckt und musste ihn haben.
Der Grund? Es waren eine japanische Originalseite sowie as Originalcover abgebildet – und ich konnte es lesen und verstehen. Der Manga zog dann tatsächlich auch sehr schnell bei mir ein – allerdings im Original. Die deutsche Übersetzung folgte erst vor Kurzem.
Allgemeine Infos
Im tiefsten Winter wird Kento kurz vor seiner Wohnung vom Schneesturm niedergerungen. Als er wieder zu sich kommt, kniet schon der Sensenmann neben ihm, um ihn ins Totenreich zu begleiten … denkt er. Doch schnell erkennt Kento, dass es sich bei der düsteren Gestalt um seinen Nachbarn Soshi handelt, einen liebenswerten Metalhead. Zwischen Kento und seinem Retter entsteht eine enge Freundschaft, bis Kento eines Abends von seinen Gefühlen für Soshi übermannt wird und alles aufs Spiel setzt…
| Titel | Der Metalhead von nebenan |
| Untertitel | – |
| Originaltitel | となりのメタラーさん (Tonari no Metaraa san) |
| Autor*in | Mamita |
| Illustrationen von | Mamita |
| Übersetzung | Katharina Schmölders |
| Verlag | KAZÉ Manga |
| ISBN | 978-2-88951-615-5 |
| Seiten | 218 |
| Erscheinungsdatum | 07.07.2022 |
| Preis | 8,50 € |
Mein Senf
Wie bei vielen Boys Love Manga, handelt es sich bei „Der Metalhead von nebenan“ um einen One-Shot. Sprich das Ganze ist in einem Band abgeschlossen. Schade eigentlich. Ich hätte gerne mehr von Kento und Soshi gelesen.
Zwei elementare Aspekte der Geschichte sind Essen und Metal. Klingt wie für mich gemacht.
Mir gefällt es, dass die Beziehung der beiden sich langsam über einen längeren Zeitraum hinweg aufbaut. Und auch wenn es natürlich im Manga einige Zeitsprünge gibt, hatte ich an keiner Stelle das Gefühl, mir würde etwas fehlen. Kento und Soshi sind wirklich ein schönes Paar.
Es ist schön zu sehen, dass selbst in der kürze der Geschichte rüber kommt, dass Metal Menschen helfen kann. Und die ganzen Anspielungen auf echte Bands, wie z.B. ein „System of a Up“ T-Shirt, haben mich wirklich gut unterhalten.
Soshi war definitiv mein Favorit. Ich mag sein Charakter-Design sehr, außerdem ist er eben der Metalhead.
Generell überzeugt der Zeichenstil durch wunderschöne filigrane und detaillierte Charaktere – immer wieder unterbrochen von humoristischen, fast schon skizzenhaften Einschüben. Genau so liebe ich Manga!
Der Verlag spricht eine Altersempfehlung von 16+ aus. Ich schätze, das liegt an der enthaltenen Sexszene. Diese ist aber wirklich zahm und manga-typisch zensiert. Ich würde sagen, mensch kann „Der Metalhead von nebenan“ auch schon ab 14 lesen.
Klare Empfehlung von mir für Fans von zarten Boys Love Geschichten, die etwas mehr als „nur“ die Lovestory bieten. In diesem Fall eben ein bisschen Metal – und der schadet eigentlich nie ;-)
Deine
Marina
(DarkFairy)

