Pride Month 2026

Sei gegrüßt.

Es ist Juni und somit Pride Month! Das finde ich gut, das möchte ich als Ally unterstützen. Erst Recht in der aktuellen Zeit.
Gewalttaten gegenüber queeren Menschen nehmen immer mehr zu. Politisch bewegen wir uns in so vielen Ländern weltweit einen harten Stechschritt nach rechts. Das macht mir Angst. Viel mehr Angst macht es vermutlich Menschen, die davon in besonderem Maße betroffen sind, wie eben u.a. Menschen auf der LGBTQAI+ Community.
Daher ist es wichtig, dass wir laut sind und die anderen nicht alleine lassen. Ich werde also so viele Donnerstagsbeiträge wie möglich diesen Monat dem queeren Pride würdigen.

Heute möchte ich „nur“ eine kleine Einleitung zu diesem Monat machen (sehr ähnlich zu letztem Jahr) – und ja, ich gebe zu das hat auch ein wenig mit meinem Zeitmanagement zu tun, da ich mal wieder zu spät angefangen habe die Beiträge dafür vorzubereiten – aber es kommen weiter Beiträge zu queeren Themen.

Pride Month – Was ist das?

Bild von Filmbetrachter auf Pixabay

Der Pride Month geht zurück auf den Stonewall-Aufstand (kurz: Stonewall) im Juni 1969. Ausgangspunkt war eine Razzia im Stonewall Inn, einer queeren Bar in der Christopher Street an der Ecke der 7th Avenue in New York City.
Die Lage der Bar also die Christopher Street ist in Deutschland eindeutiger mit den Protesten verknüpft: Hierzulande werden die jährlichen Proteste auch als Chrisopther Street Day (kurz: CSD) bezeichnet.
Jedenfalls waren solche Razzien in den 1960er-Jahren in New York leider noch völlig normal – es kam regelmäßig zu Verhaftungen und Anklagen wegen „anstößigen Verhaltens“. In der Nacht auf den 28. Juni 1969 ließen sich die Besucher*innen des Stonewall Inn das nicht mehr gefallen – v.a. da Schwulenbars 1969 legal waren – und wehrten sich. Die Proteste dauerten mehrere Tage. Sie gelten weltweit als Wendepunkt im Kampf um Gleichberechtigung der LGBTQ-Community.

Verwendet wird bewusst die Terminologie „Pride“ also „Stolz“:

Stolz wird dabei im Sinne eines gegenüber anderen gezeigten Selbstwertgefühls verwendet, das heißt, so zu sein, wie man ist, sich nicht vor anderen verstecken oder sich für andere verstellen zu wollen und gegebenenfalls für seine Rechte einzutreten.

wikipedia.de > LGBT-Pride (Stand: 03.06.25, 8:42 Uhr)

Medientipps von mir

Ich habe ja bereits einige Bücher rezensiert, in denen es thematisch auf die ein oder andere Weise um queere Themen geht. Eine Übersicht findest du hier: Rezensionen (thematisch) – LGBTQIA+

Im vergangenen Jahr – also seit der letzte Beitrag dieser Art online ging – haben mich vor allem zwei Comicbücher nachhaltig begeistert.
Zum einen war das Homebody. Darin zeigt Theo Parish, dass unser aller Zuhause vor allem anderen und zuallererst unser eigener Körper ist, was genau das bedeutet und v.a. was es bedeutet, wenn mensch sich dort nicht zuhause fühlt.
Zum anderen war es eine Geschichte, in der die Queerness gar nicht im Zentrum steht. Aber das muss sie auch nicht immer. Es ist wichtig, dass auch Geschichten mit anderen Inhalten erzählt werden, in denen queere Menschen ganz normal vorkommen. So wie in unserer Welt eben auch. Die Rede ist von Snapdragon von Kat Leyh. Eine coole Story mit so richtigen witchy-halloweenigen Vibes, die eben super unaufdringlich queer ist.

Aber ich lese ja nicht nur sondern schaue auch Serien und Filme. Auch da gibt es zum Glück immer mehr mit queerer Repräsentanz.

Manchmal ist das nebenbei der Fall, also ohne dass die Queerness das eigentliche Thema ist – wie bei Snapdragon oben.
Das war bei Chilling Adventures of Sabrina zum Beispiel so. Ich liebe diese Serie! Sie ist eine Verschmelzung meiner Persönlichkeiten. Sie bietet mir Eskapismus ohne mich vergessen zu lassen, was mir wichtig ist.
Oder auch bei dem Film Empire Waist bei dem es eigentlich um Schönheitsideale und Mode geht, in dem aber auch zwei queere Figuren dabei sind.

Aber es gibt natürlich auch Filme und Serien, bei denen die LGBT-Thematik mehr im Fokus steht.
Da gab es etwa Ende 2025 den Film 10Dance auf Netflix, in dem es um eine Liebesgeschichte zwischen zwei Tänzern geht – und auch viel ums Tanzen selbst.
Oder die zwar schon vor ein paar Jahren, aber immer noch super gut und aktuelle Serie Becoming Charlie. Diese begleitet Charlie auf der Suche nach der eigenen Identität und ist ein eher noch seltenes Beispiel für die Repräsentation von nicht-binären Personen.

Feiere Pride, lies vielleicht welche von den empfohlen Büchern, schau die queere Filme und Serien an und stehe für Gleichberechtigung ein – und das alles nicht nur im Juni, sondern immer.
Besonders, wie gesagt, im aktuellen politischen Klima!

Deine
Marina
(DarkFairy)

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