Netzfundstücke #022 – Andere Perspektiven
Sei gegrüßt.
Ich habe mal wieder ein paar Dinge im Internet gefunden, getestet und für gut befunden. Sprich: Ich möchte heute nochmal ein paar Fundstücke mit dir teilen.
Inspiration aus der koreanischen Küche

Kennst du das? Da gibt es ein Gericht, dass super lecker aussieht, das du dich aber nicht raust zu probieren? Das kann verschiedenen Gründe haben. Unverträglichkeiten oder Allergien zum Beispiel. Oder aber ein deutsches Schärfeempfinden. Ich esse schon gerne mal scharf, aber koreanisch-scharf ist auch mir zu scharf. Da Kimchi mir definitiv schon gereicht hat, habe ich mich bisher nie an andere Gerichte bzw. Rezepte herangetraut. Aber Tteokbokki wollte ich wirklich gerne mal probieren – wäre da nur nicht als eine Hauptzutat.
Zum Glück gibt es ja das Internet. Ich habe ein YouTube-Short-Video entdeckt, in dem ein Rezept für eine nicht scharfe Tteokbokki-Variante geteilt wird:
Das gezeigte Rezept lässt sich ja nun wirklich easy-peasy auch vegan umsetzen.
Ich sehe aber natürlich absolut ein, dass das Ganze jetzt nicht mehr sehr authentisch ist, aber ich konnte Tteokbokki probieren, was mich sehr glücklich gemacht hat. Gerade in der Küche gibt es immer wieder Einflüsse von überall auf der Welt. Die Herkunft sollte gewürdigt werden, ja, aber Inspiration darf sein, finde ich.
Ich seh‘ was, was du nicht siehst: „Mich selbst“ im Fernsehen
Repräsentation ist so wichtig und trotzdem ist es für Menschen mit Migrationshintergrund schwer sich in der deutschen Medienlandschaft wiederzufinden. Aber wie auch, wie nahezu alles in unserer Gesellschaft sind auch die großen Medienhäuser von „alten weißen Männern“ für „alte weiße Männer“ gemacht – und dabei hat der Begriff „alter weißer Mann“ weder zwangsläufig etwas mit dem Alter, noch mit dem Geschlecht, manchmal nicht mal etwas mit der Hautfarbe zu tun. Es geht um die Einstellung, die Denkmuster, die Weltsicht.
Wie schwer es ist, da einen Fuß in die Tür zu bekommen, zeigt sehr eindrucksvoll der folgende Kurzfilm von den Datteltätern:
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Der Blick auf das Namensschild killt mich. Über den Rest möchte ich ehrlich gesagt gar nicht reden, dann rege ich mich nur wieder auf. Aber wir müssen über diese Themen sprechen. Wir müssen darüber nachdenken, wie erschreckend realistisch das Ganze vermutlich ist. Genau deswegen ist der Kurzfilm so gut und so wichtig. Er macht darauf aufmerksam welche Perspektive in unserer Medienlandschaft einfach nicht stattfindet.
Und ich möchte noch kurz erwähnen: Marcel Sonneck ist richtig gut darin den unangenehmen Deutschen zu spielen. Das ist mir schon oft bei Datteltäter-Videos aufgefallen, hier aber noch mal besonders.
Deine
Marina
(DarkFairy)

