Mein Senf zu: 10Dance

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Bei @lenaliebig auf Instagram gibt es jeden Monat einen Überblick über neue queere Serien und Filme. Anfang Dezember hatte ich in besagtem Beitrag den Film „10Dance“ entdeckt. Dieser sollte am 18.12. auf Netflix erscheinen und landete direkt auf meiner Watchlist. Ich meine… eine japanische Boys-Love-Verfilmung? Ja, unbedingt!

HandlungDatenBesetzung
Zwei völlig unterschiedliche Tänzer trainieren zusammen für einen Wettbewerb. Zunächst geraten sie in Konflikt, aber schon bald fühlen sie sich zueinander hingezogen.

Inhaltsangabe auf Netflix (Stand: 14.12.25, 13:10 Uhr)
Originaltitel テンダンス  (tendansu)
Anbieter Netflix
Produktionsland Japan
Erscheinungsjahr(e) 2025
Spieldauer 126 Minuten
Folgen 
Genre Japanisch, Drama, LGBTQ+, Liebesfilm
Idee basierend auf der gleichnamigen Mangareihe von Satō Inoue
Regie Keishi Ōtomo
FSK 12
 Drehbuch Keishi Ōtomo, Tomoko Yoshida
 Produktion Takako Miyauchi, Kōta Ishizuka
 Musik Masaru Yokoyama
Figur(en) Schauspieler Stimme (Deutsch)
Ryoma Takeuchi Shinya Suzuki Tim Knauer
Keita Machida Shinya Sugiki Jochen Paletschek
Shiori Doi Aki Tajima Anna Amalie Blomeyer
Anna Ishii Fusako Yagami Lin Gothoni

Es gibt noch weitere Rollen.

Trailer

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Mein Senf

Wenn ich mir schon vorab vornehme, einen Film (o.ä.) rezensieren zu wollen, schaue ich ihn mir ganz anders an. Das Filme gucken ist auf einmal anstrengender für mich, weswegen ich „10Dance“ letztlich in 3 Etappen geschaut habe. Ich habe einfach permanent das Gefühl auf ganz viel achten zu müssen, was ich dann in der Rezension erwähnen kann…
Natürlich ist das Blödsinn, schließlich kann ich ja auch etwas rezensieren, wenn ich das erst nach dessen Konsum entscheide. Letztlich fiel mir die Rezension jetzt sogar schwerer, ähnlich wie das Gucken selbst. Aber ich kann dir trotzdem etwas zu dem Film erzählen, also legen wir mal mit dem eigentlichen Thema für heute los:

„10Dance“ ist ein Film, der durch seine eher gedämpften Farben und seine (teilweise auftretende) Stille auffällt.
Oft gibt es überhaupt keine Hintergrundmusik, was manchmal richtig auffiel. Nicht unbedingt negativ, aber es ist mir aufgefallen und hat mich Szenen nochmal anders wahrnehmen lassen, als ich es vermutlich mit Musik getan hätte.
Die Farben haben manchmal fast einen Sepia-touch, finde ich. Auch dadurch wirkt der Film älter als er eigentlich ist. Hätte ich nicht gewusst, dass er von 2025 ist, hätte ich ihn in die frühen 2000er sortiert.

Japanische Filme sind meist entweder sehr ruhig oder sehr schräg. Hier sind wir auf der ruhigen Seite. Der Film ist ruhig erzählt, wodurch dann ein paar Szenen durch ihr Tempo plötzlich total herausstechen. Das ist ein cleveres Mittel um die Szenen sowie die Dynamiken und die Emotionen darin zu betonen.
Spannend fand ich auch meinen Eindruck, dass das eigentlich gar nicht das heutige Japan ist. Die Kulissen wirken meist wie eine schräge Abwechslung zwischen dem heutigen Kuba und den europäischen Ballsälen der goldenen 20er Jahre.

Mir gefiel prinzipiell die Dynamik zwischen den beiden Shinyas. Trotz des gleichen Vornamens sind die beiden wie Tag und Nacht und könnten kaum unterschiedlicher sein. Gerade das macht aber das gemeinsame tanzen so spannend.
Tatsächlich würde ich aber alle Figuren neben den beiden Shinyas als Nebenfiguren einstufen. Selbst ihre jeweiligen Tanzpartnerinnen erscheinen fast unwichtig und als bloßes Beiwerk.

Insgesamt bin ich ehrlich gesagt unsicher, was ich von dem Film halte. Er war nicht schlecht, das nicht. Aber er hat mich eben auch nicht total umgehauen. Obwohl ich ja japanische Filme gewöhnt bin, war mir „10Dance“ beinahe etwas langsam. Er konnte mir aber Lust aufs Tanzen machen. Vielleicht sollte ich doch mal einen Tanzkurs mit meinem Mann besuchen…
Ich mochte das Ende – auch wenn es nicht sehr realistisch erscheint. Aber es war passend und für die Dramaturgie so in Ordnung. Allerdings möchte ich noch erwähnen, dass es in dem Film gar nicht so richtig um den Wettbewerb „10Dance“ geht. Der findet während des gesamten Films nicht statt. Es führt nur alles darauf zu. Ob es wohl einen zweiten Teil geben soll?

Deine
Marina
(DarkFairy)

Quellen:

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